Flughafen Amsterdam muss Sicherheitskonzept überprüfen

Di, 09.03.2010 Autor: Ralph Langrock Kategorie: VERKEHR (AIRPORTS & PARKING), REISEMANAGEMENT (SICHERHEIT)
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Der Flughafen Amsterdam-Schiphol überprüft sein Sicherheitssystem. Einem Journalisten war es nämlich gelungen, in Amsterdam mit einem einfachen Trick ein Flüssigsprengstoff-Imitat im Handgepäck ins Flugzeug zu schmuggeln und damit in die USA zu fliegen.

Die Aktion der Journalisten hat Lücken in den Sicherheitsmaßnahmen aufgezeigt. Das mussten die Leitung des Airports und das Nationale Büro zur Koordinierung der Terrorismusbekämpfung (NCTB) eingestehen. Die Reporter hatten das Flüssigbomben-Imitat problemlos bis nach London und von dort aus nach Washington im Handgepäck mitgenommen.

Der Trick: Sie hatten zunächst in einem Duty-Free-Shop auf dem Airport eine Flasche mit Alkohol gekauft und den Inhalt dann gegen Wasser als Imitat von Flüssigsprengstoff ausgetauscht. Danach legten sie die scheinbar unberührte Flasche erneut an der Kasse eines Zollfrei-Ladens der Kette «See Buy Fly» zum Kauf vor und ließen sie versiegeln.

Als sofortige Folge soll in Schiphol jetzt zusätzliches Personal zur Überwachung der Duty-Free-Shops eingesetzt werden. In anderen Geschäften werde der Verkauf von Flüssigkeiten ganz unterbunden, so ein Flughafen-Sprecher. Die Kontrolleure sollen vor allem darauf achten, dass kein Reisender von außen Behältnisse mit Flüssigkeiten in die Shops bringen und als dort gekaufte Ware in Sicherheitsverpackungen für den Flug versiegeln lassen kann.

Geändert werden muss in Schiphol wahrscheinlich auch der gesamte Ablauf der Sicherheitskontrollen. Nach einer EU-Bestimmung aus dem Jahr 2005 werden Passagiere bei Flügen außerhalb der Schengen-Zone nicht vor dem Zutritt zum Terminal, sondern an den jeweiligen Einsteige-Gates kontrolliert – erst hinter den Duty-Free-Shops. Das hatte die Aktion der Journalisten möglich gemacht.

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