Laut Informationen der »Chinese Visa Application Service Center« wird zum 10. Mai 2019 die »Same Day«-Bearbeitung des China-Visums wieder eingestellt. Mit dieser Expressvariante war es bisher möglich, noch am selben Tag eine Einreisegenehmigung zu erhalten. Wer künftig ein China-Visum beantragt, muss bis zu vier Werktage auf die Erteilung warten. Für Geschäftsreisende soll es aber auch weiterhin die Möglichkeit einer schnelleren Bearbeitung geben. Innerhalb eines Werktages könnte ein Geschäftsvisum ausgestellt werden, sofern die Unterlagen der Visastelle bis 11 Uhr vorliegen.

Zeitgleich mit der Abschaffung der schnellsten Bearbeitungsvariante, wird das neue China-Online-Visumformular die einzige Variante sein, ein Visum zu beantragen. Bisher konnten China-Reisende den Antrag per Hand ausfüllen. Ab dem 10. Mai wird das nicht mehr möglich sein. Die Visa-Anträge können dann nur noch persönlich per Terminbuchung oder über eine Agentur eingereicht werden. Das Online-Formular ist vorerst nur auf Englisch und Chinesisch verfügbar. Einige Visa-Agenturen werden ihren Kunden sicher anbieten, das Formular auf Deutsch auszufüllen. Allerdings müssen die Angaben anschließend von den Mitarbeitern der Agentur gegen Gebühr in das englische Online-Formular der chinesischen Regierung übertragen werden.

Diese Neuerungen gelten für alle Visa-Typen. Für China gibt es viele verschiedene Arten von Visa. Diese werden je nach Reisezweck vergeben. Hier noch einmal die wichtigsten kurz zusammengefasst:

● Touristenvisum (L) – für Urlaubsreisen nach China
● Geschäftsvisum (M) – für geschäftliche Reisen
● Angehörigenvisum (Q) – für Besuch von chinesischer Verwandtschaft in China
● Angehörigenvisum (S) – für Besuch von nicht-chinesischer Verwandtschaft in China
● Kultur- und Wissenschaftsvisum (F) – für Besuche von Konferenzen, o.ä.
● Studentenvisum (X) – für einen Besuch an einer chinesischen Hochschule, Sprachschule, o.ä.)
● Arbeitsvisum (Z) – für längere Aufenthalte verbunden mit Arbeitsaufnahme bei einem chinesischen Arbeitgeber

Die Visa-Typen unterscheiden sich nicht nur im Reisezweck, sondern vor allem auch im Hinblick auf die Anzahl der Einreisen und die mögliche Aufenthaltsdauer (Quelle).