Trotz mehrerer Pleiten im deutschen Luftverkehr steigt die Zahl der von deutschen Flughäfen startenden Passagiere weiter an. Wie der Flughafenverband ADV aktuell mitteilte, wurden im ersten Quartal 2019 an den 22 deutschen Verkehrsflughäfen 50,4 Millionen Passagiere gezählt. Das sind 4,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Das größte Plus mit 5,5 Prozent wurde im Europaverkehr verzeichnet. Aber auch im Interkontinentalverkehr (Langstrecke) stieg die Zahl der Fluggäste um 2,6 Prozent, auf innerdeutschen Flügen immerhin noch um 2,4 Prozent.

Zur Verkehrsentwicklung erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel: »Es ist ein Wachstum mit angezogener Handbremse. Auf den ersten Blick zeigt die Verkehrsentwicklung einen moderaten Aufwärtstrend. Dennoch erfüllt uns die Situation an vielen Standorten mit Sorgen. Nur acht von 22 Flughäfen verzeichnen einen Passagierzuwachs. Ein Trend, dem die betroffenen Flughäfen hauptursächlich durch die Marktaustritte von Airlines unverschuldet ausgesetzt sind. Hier besteht Handlungsbedarf für die Verkehrspolitik. Zahlreiche größere Standorte mit hohem Wachstum stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen und müssen erweitert werden. Kleinere Flughafenstandorte müssen von wirtschaftlich nicht tragbaren, hoheitlichen Kosten entlastet werden. Insgesamt gilt es das polyzentrische deutsche Flughafensystem in seiner Leistungsfähigkeit zu erhalten«. Mehr: Aktuelle ADV-Verkehrsstatistik (Info).