Die Welt wird immer turbulenter und Reisen immer risikoreicher. Laut einer aktuellen Analyse der Allianz Versicherung hat sich die Zahl ziviler Unruhen in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Weltweit gibt es Proteste, sei es aus wirtschaftlicher Not oder gegen Polizeigewalt, die Städte verwüsten. Die Covid-19-Pandemie verschlimmert diesen Trend.

Die Ausschreitungen im Rahmen einer Querdenker Demonstration mit 40.000 Teilnehmern in Berlin, bei denen auch die Stufen des Reichstagsgebäudes gestürmt wurden, erinnerten an die Proteste in Hongkong ein Jahr zuvor. Weltweit protestieren immer mehr Bürger und zunehmend werden diese Proteste von gewalttätigen Ausschreitungen begleitet.
Unruhen werden zum wichtigsten politischen Risiko für Unternehmen, wie auch die Ergebnisse des Allianz Risk Barometer 2021 zeigen. Zum ersten Mal seit 2018 sind "politische Risiken und Gewalt" wieder unter den Top Ten der Risiken zu finden. Laut den Allianz-Experten wurde die französische Gelbwesten-Bewegung zu einem negativen Vorbild für Demonstrationen weltweit.
Das Risiko von Unruhen und Gewalt aufgrund der Covid-19-Pandemie werde sich wahrscheinlich verschärfen, sagt Michael Stone, Mid-Corp Risk Consultant bei AGCS. Die Maßnahmen, die die Regierungen zur Bekämpfung des Coronavirus ergriffen haben, hatten erhebliche sozioökonomische Auswirkungen, zugleich wächst die Frustration in großen Teilen der Bevölkerung.


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