Nach Jahren des Rückgangs steigt die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland wieder an. Die Ergebnisse einer US-Studie könnten jetzt wichtige Aufschlüsse über diesen Wiederanstieg geben.

Denn eine bisher einzigartige, dreijährige Untersuchung der Universität Virginia hat die Smartphone-Nutzung im Fahrzeug direkt im Straßenverkehr untersucht und zeigt mit nun erschreckenden Zahlen, dass das Smartphone in mehr Unfällen eine große Rolle spielt als bisher angenommen. Legt man diese Schablone auf Deutschland, muss man von der unfassbaren Zahl von 50.000 Verkehrsunfällen pro Jahr ausgehen, die auf das Konto der Ablenkung durch Smartphone-Nutzung gehen. Das zeigt, als Fahrer ist der Griff zum Smartphone während der Fahrt schlichtweg leichtsinnig und unverantwortlich. Hier spielt man nicht nur mit dem eigenen, sondern auch mit dem Leben anderer Verkehrsteilnehmer.

Es ist höchste Zeit zu Handeln. Aus diesem Grund haben wir die erste bundesweite Verkehrssicherheitskampagne ins Leben gerufen, die Autofahrer, Unternehmen und Politik vereint: BE SMART! Hände ans Steuer - Augen auf die Straße. Diese Kampagne ist ein gemeinsames Projekt des jungen Münchner Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V. und der TÜV SÜD AG. Schirmherr der Kampagne ist Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur Alexander Dobrindt, der dieser Kampagne genauso viel Bedeutung zumisst wie wir.

Zentrales Ziel der Kampagne ist die Schärfung des Bewusstseins für das Risiko und die Gefahren der Smartphonenutzung als Autofahrer und Verkehrsteilnehmer während der Fahrt. Wir wollen Fahrer sensibilisieren, das Smartphone eben nicht während der Fahrt in der Hand zu nutzen, weil es für ihn selbst, seine Mitfahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer sehr gefährlich und sogar tödlich sein kann.
„Dabei ist uns gerade als junger und moderner Automobilclub daran gelegen, das Smartphone nicht zu stigmatisieren, sondern aufzuklären und die Verkehrssicherheit in unserem Land zu erhöhen“, so Dr. Michael Haberland, Präsident von Mobil in Deutschland e.V.