Zur ITB in Berlin wurden die ersten Ergebnisse der diesjährigen VDR-Geschäftsreiseanalyse vorge-stellt. Viel Raum nimmt die Einschätzung der befragten Travel Manager zur Geschäftsreisetätigkeit in Großbritannien nach dem Brexit ein.

Ein Drittel rechnet mit einem Rückgang der Geschäftsreisen nach dem EU-Austritt der Engländer, 22 Prozent können die Folgen noch nicht abschätzen.

Der Brexit werde auf jeden Fall Auswirkungen auf den Geschäftsreisemarkt habe, so die Einschätzung des VDR. Unternehmen mit engen Geschäftsbeziehungen zum Vereinigten Königreich sollten sich auf jeden Fall vorbereiten, insbesondere was den Datenschutz und die Visafreiheit für EU-Bürger betrifft.

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen sieht die Meldepflicht von Geschäftsreisenden in EU- und EFTA-Ländern und den nötigen Nachweis der deutschen Sozialversicherung („A1-Bescheinigung“) als großes bürokratisches Hindernis für den Geschäftsreiseverkehr, da sie insbesondere für den Mit-telstand einen enormen Zeitaufwand bedeuten. Bürokratieabbau dagegen verspricht die fortschreiten-den Digitalisierung, wenn alle internen und externen Geschäftsreiseprozesse elektronisch abgebildet werden können. In den nächsten fünf Jahren wird vor allem in größeren Unternehmen auch die Künst-liche Intelligenz (KI) die Prozesse vereinfachen und zur Kostensenkung sowie einer besseren Einhal-tung der Reiserichtlinien beitragen.

Die endgültigen Ergebnisse der VDR-Geschäftsreiseanalyse 2019 werden im Juni 2019 vorgestellt. (Quelle)