Das kleine erdöl- und erdgasreiche islamische Sultanat Brunei Darussalam zählt – gemessen am Pro-Kopf-Einkommen – zu den reichsten Ländern der Welt. Hinsichtlich seines Strafrechts aber auch zu den grausamsten. Ab dem 3. April tritt eine weitere Verschärfung des Schariarechts ein: Homosexuelle, Ehebrüchige und Vergewaltiger sollen nicht nur – wie bislang – mit der Todesstrafe belegt, sondern auch gesteinigt werden können. Darüber hinaus ist vorgesehen, Dieben (auch Minderjährigen) zur Strafe die Hände oder Beine zu amputieren bzw. abzuhacken.

Das deutsche Auswärtige Amt informiert: Parallel zu einem Strafrecht nach englischem Vorbild wurde 2014 in einer ersten Phase zusätzlich die Scharia im bruneiischen Strafrecht eingeführt. Am 3. April 2019 sollen die letzten beiden Phasen 2 und 3 der Scharia im Strafrecht implementiert werden. Diese Verschärfung sieht harte Körperstrafen vor, bis hin zur Amputation und der Todesstrafe durch Steinigung (z.B. bei homosexuellen Handlungen). Einzelne Straftatbestände im Scharia-Recht betreffen auch Nicht-Muslime, insbesondere wenn ein beteiligter Teil Muslim ist.

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