Mehr als die Hälfte aller Reisenden (55 %) ist skeptisch gegenüber des Preiskampfs der Airlines auf innerdeutschen Kurzstrecken. Vor allem die ältere Generation und Frauen sind der Meinung, dass Fliegen mittlerweile zu billig geworden sei. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Managementberatung Porsche Consulting.

Die meisten Reisenden, die auf das Flugzeug setzen, würden auch höhere Ticketpreise akzeptieren. Interessant sind einige Präferenzen der Passagiere: Sie haben bei neuen technischen Lösungen kein Problem, 67 Prozent akzeptieren für den Check-in und die Kofferabgabe den Selbstbedienungsautomat und Computer oder Smartphone. Die Hälfte würde für ein günstiges Ticket sogar längere Wartezeiten am Flughafen in Kauf nehmen.

Weniger Verständnis haben Passagiere aber für strenge Handgepäck-Regeln und hohe Zusatzkosten beim Gepäck. Nur 38 Prozent sind bereit, dafür extra zu zahlen. Auch der geringe Sitzabstand auf Billigplätzen lässt die Kompromissbereitschaft sinken: Nur 38 Prozent würden es akzeptieren, wenn es in den hinteren Reihen noch enger wird.

Grundsätzlich ist das Flugzeug bei innerdeutschen Reisen nur die dritte Wahl: lediglich 14 Prozent würden auf jeden Fall fliegen. Die meisten bevorzugen das Auto (48 %) oder die Bahn (33 %).