Die mexikanische Stadt an der Grenze zu den Vereinigten Staaten hat erstmals den Spitzenplatz in der Rangliste der gefährlichsten Städte der Welt erobert. Im vergangenen Jahr stieg die Mordrate auf 138,2 Delikte pro 100.000 Einwohner. Die unrühmliche Liste wird jährlich von der unabhängigen Organisation »Consejo Ciudadano para la Seguridad Pública y la Justicia Penal« (Bürgerrat für öffentliche Sicherheit und Strafjustiz) erstellt.

Auch die Nummer zwei auf dieser Negativliste liegt in Mexiko: die frühere Ferienidylle und heutige Drogenhochburg Acapulco an der Pazifikküste – mit 110,5 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohnern. Die beiden mexikanischen Städte haben sogar die venezolanische Hauptstadt Caracas auf den dritten Rang verwiesen (99,9 Delikte/100.000). Es gibt aber auch erfreuliche Entwicklungen: San Pedro Sula in Honduras, von 2011 bis 2014 klarer Spitzenreiter auf dieser Liste, konnte die Zahl der Tötungsdelikte in den letzten fünf Jahren um 75 Prozent senken und liegt heute »nur noch« auf Rang 33.

Ausgewertet werden für das Ranking offizielle Statistiken, Medienberichte und Prognosen für Städte mit mehr als 300.000 Einwohnern, die nicht in einem Kriegsgebiet liegen. In Mexiko befinden sich 15 und in Brasilien 14 der 50 gefährlichsten Städte der Welt.

Zum Vergleich: 2016 gab es laut UNODC-Studie in Deutschland 1,2 Tötungsdelikte pro 100.000 Einwohner (Quelle).