Überraschend fielen in Berlin die Schranken für den Fernbuslinienverkehr in Deutschland - bisher ein Monopol der Deutschen Bahn: Bundesverkehrsminister Peter Raumsauer legte dem Kabinett den Entwurf zur Änderung des Personenbeförderungsgesetzes vor, der vom Bundeskabinett gestern beschlossen wurde.

Damit dürfen künftig Strecken über 50 Kilometer auch von Busunternehmen im Liniendienst in Deutschland angeboten werden - ein Monopol, das bisher der Deutsche Bahn gehörte.

"Wir begrüßen diese Entscheidung sehr, denn sie ist längst überfällig," freut sich Michael Svedek, COO der Deutsche Touring, über die Entscheidung des Bundeskabinetts. "Mehr Wettbewerb kommt vor allem dem Kunden zugute, der jetzt neben dem Auto und der Bahn durch die zukünftigen Busverbindungen eine noch größere Auswahl hat - in Bezug auf Preis und Reiseart", ergänzt Svedek. "Die Pläne für die neuen Busstrecken liegen seit Monaten in unseren Schubladen und haben nur darauf gewartet, dass man sie endlich in die Realität umsetzen kann", kommentiert Svedek die Entscheidung weiter.

Wann genau nun der erste Linienbus seine Strecken aufnehmen kann, ist noch ungewiss. Dazu muss der Beschluss noch ein paar Hürden nehmen, doch rechnet die Deutsche Touring damit, dass es spätestens ab Frühjahr 2012 zum freien Wettbewerb kommt. "Wann immer der Gesetzgeber alle Hürden aus dem Weg geräumt hat - wir sind bereit und freuen uns sehr auf die zukünftigen Strecken", fügt Svedek ergänzend hinzu.