Der Druck auf die Hotelindustrie, nachweisbare Nachhaltigkeitskonzepte vorzulegen, wächst. Doch das Vertrauen der Reisenden in grüne Versprechen schwindet: Laut einer aktuellen Studie von Booking.com bezweifeln 37 Prozent der Reisenden, dass als “nachhaltig” deklarierte Optionen dies auch tatsächlich sind. Im Luxus- und Geschäftsreisesegment zeichnet sich daher ein Paradigmenwechsel ab – weg von undurchsichtigen Zertifikaten, hin zu transparenten und ortsbezogenen Audits.

Ein Vorreiter dieser Entwicklung ist der Luxusreiseanbieter Jacada Travel, der mit seiner “Positive Impact Collection” einen neuen Standard setzt. Statt sich auf die über 100 verschiedenen und schwer vergleichbaren Öko-Labels (wie Green Globe oder B Corp) zu verlassen, hat das Unternehmen ein eigenes, strenges Prüfverfahren in Zusammenarbeit mit der Non-Profit-Plattform Hotel Resilient entwickelt.

Der Kern dieser neuen Bewertung liegt in der Kontextualisierung. Es reicht nicht mehr aus, dass ein Hotel irgendwo auf der Welt eine Wohltätigkeitsorganisation unterstützt oder Punkte für Recycling sammelt, wenn es in der Region gar keine Infrastruktur dafür gibt. Der positive Einfluss muss lokal verankert sein – sei es durch den Schutz lokaler Biodiversität, die Förderung von Frauen in Führungspositionen oder die Ausbildung einheimischer Fachkräfte.

Für das Corporate Travel Management und den Einkauf (Procurement) bietet dieser Ansatz wertvolle Erkenntnisse für die Hotel-RFP-Saison (Request for Proposal). Unternehmen, die ihre ESG-Ziele (Environmental, Social, Governance) ernst nehmen, müssen bei der Auswahl von Partnerhotels genauer hinsehen und konkrete Nachweise für lokale Nachhaltigkeitsinitiativen fordern, anstatt sich auf Marketing-Logos zu verlassen.

Handlungsempfehlungen für …:

Procurement / Travel Manager: Integrieren Sie bei der Hotelbeschaffung spezifische Fragen zu lokalen Impact-Initiativen in Ihre RFPs. Fordern Sie transparente Daten statt reiner Zertifikats-Logos.

Nachhaltigkeitsbeauftragte: Arbeiten Sie eng mit dem Travel Management zusammen, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Hotels tatsächlich auf die unternehmensweiten ESG-Ziele einzahlen.

Geschäftsreisende: Achten Sie bei der Hotelwahl auf transparente Kommunikation seitens der Unterkünfte bezüglich Energieverbrauch und lokaler Beschaffung und bevorzugen Sie Häuser mit messbarem positivem Einfluss auf die Destination.

Quelle: Forbes

 

© Jörg Nubert & Wolfgang Koestner GbR, ›Geschäftsreise News‹, Foto: Pixabay/Ki-generiert/eigene Bilder. Hinweis: Bei der Recherche und Analyse dieses Beitrags wurde unterstützend AI eingesetzt. Die redaktionelle Verantwortung für den Inhalt liegt bei der Redaktion. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved. Nachdruck und Weitergabe an Dritte untersagt.

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