Die europäische Tourismusnachfrage ist trotz anhaltender Herausforderungen gut in das Jahr 2023 gestartet, wobei die internationalen Touristenankünfte noch 18 Prozent unter dem Niveau von 2019 liegen.

Laut der neuesten Ausgabe des vierteljährlichen Berichts „European Tourism Trends & Prospects“ der European Travel Commission (ETC) zeigen die aktuellen Daten u.a., dass trotz steigender Nachfrage das Flugaufkommen stagniert, was darauf hindeutet, dass Angebotsbeschränkungen den Aufschwung weiterhin bremsen.

Die Daten zeigen außerdem, dass zwar knapp ein Drittel der gemeldeten Reiseziele das Niveau der Touristenankünfte von 2019 übertroffen hat, ein Viertel aber um rund zehn Prozent darunter liegt. Der anhaltende Krieg in der Ukraine behindert zudem die Reiseerholung in nord- und osteuropäischen Reisezielen. Bei den Ankünften übertrafen aber Serbien (+32%) und Türkiye (+21 %) andere Ziele, vor allem aufgrund des Zustroms russischer Reisender, die die Vorteile der Visafreiheit in beiden Ländern nutzen. Bulgarien verzeichnete ebenfalls einen starken Zustrom, was darauf zurückzuführen ist, dass das Land in Zeiten steigender Reisekosten als günstiges Urlaubsziel gilt.

Besonders in Finnland und in den baltischen Staaten ist das Ausbleiben russischer Reisender dagegen deutlich spürbar. Auch beliebte Städteziele wie Krakau, Budapest oder Riga leiden darunter, dass sie in der Wahrnehmung von Reisenden näher an der Konfliktzone liegen. In diesen Ländern und Städten ist die Erholung des Tourismus deutlich verlangsamt.

Quelle: ETC Corporate

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