Deutschland bleibt auch im Jahr 2026 das unangefochtene Zugpferd im internationalen Business Travel. Mit einem beeindruckenden Marktanteil von zehn Prozent behauptet die Bundesrepublik ihre Position als weltweit führendes Geschäftsreiseziel.
Dies geht aus den aktuellen Ergebnissen des Meeting & EventBarometers 2025/26 sowie aus den Daten des IPK World Travel Monitor hervor. Von den traditionellen Geschäftsreisen weltweit führten sogar elf Prozent nach Deutschland, was ebenfalls Platz eins im globalen Vergleich bedeutet.
Trotz dieser Spitzenposition entwickelt sich der internationale Geschäftsreisemarkt in absoluten Zahlen leicht rückläufig. Für Deutschland bedeutet dies im Vorjahresvergleich ein Minus von sechs Prozent auf 13,8 Millionen Reisen. Dennoch bleibt jede fünfte Reise aus Europa nach Deutschland eine Geschäftsreise. Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), betont die Dynamik des Marktes: ‚Die Rückgänge der traditionellen Geschäftsreisen spiegeln zum einen die veränderte weltweite Wirtschaftslage, zum anderen den Wandel im Zuge der digitalen Transformation wider.‘
Das Segment der promotablen Business Trips, zu denen Messen, Kongresse und Incentives zählen, erweist sich hingegen als äußerst stabil. Diese machen mit 64 Prozent den überwiegenden Teil der internationalen Geschäftsreisen nach Deutschland aus. Insgesamt führten neun Prozent der globalen MICE-Reisen in die Bundesrepublik. Die wichtigsten Quellmärkte sind dabei die Schweiz, Frankreich, Österreich und Großbritannien.
Ein besonders interessanter Trend zeichnet sich bei den sogenannten Bleisure-Reisen ab. Laut DWIF-Qualitätsmonitor haben 16 Prozent der ausländischen Geschäftsreisenden ihren Aufenthalt in Deutschland privat verlängert – ein Plus von zwei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Mit durchschnittlich 1,6 zusätzlichen Nächten entstehen so mehr Kontaktpunkte mit der Destination, eine höhere touristische Nachfrage und somit auch mehr Wertschöpfung jenseits des eigentlichen Geschäftstermins. Die stärksten Gründe für diese private Verlängerung liegen im vielfältigen kulturellen und urbanen Angebot Deutschlands.
Quelle: tma-online