Am Flughafen Palma de Mallorca (PMI) treffen derzeit zwei parallele Arbeitskämpfe den Flugbetrieb mitten in der Hochsaison. Zum einen legte ein 24-stündiger Ausstand des technischen Personals zentrale Infrastruktur lahm – betroffen sind Gepäckbänder, Sortieranlagen und Fluggastbrücken. Zum anderen führen Beschäftigte des Bodenabfertigers Swissport gezielte Teilstreiks in den verkehrsreichsten Tagesfenstern durch: jeweils von 7 bis 12 Uhr sowie von 19 bis 22 Uhr. Als Streiktage wurden neben dem 28. Juli auch der 1., 4. und 8. August angekündigt – allesamt Spitzentage des sommerlichen Reiseverkehrs. Hintergrund des Konflikts sind laut der Gewerkschaft CCOO ungelöste Forderungen zu Gehaltsstrukturen und Arbeitsbedingungen.

Betroffen sind alle großen Airlines am Standort. Flächendeckende Flugstreichungen gelten als unwahrscheinlich, da der Luftverkehr in Spanien als essenzieller öffentlicher Dienst eingestuft ist und das Verkehrsministerium Mindestdienste vorschreibt: Notfall-, Ambulanz- und Inselflüge zwischen Mallorca, Menorca und Ibiza laufen zu 100 Prozent, innerspanische Verbindungen zu 70 bis 80 Prozent, internationale Strecken mit hoher Nachfrage zu 50 bis 60 Prozent. Dennoch müssen Reisende mit erheblichen Verzögerungen an Check-in, Sicherheitskontrolle und Gepäckausgabe sowie mit langen Rollfeld-Wartezeiten rechnen.

Reiseexperten raten Passagieren, an den Streiktagen ausschließlich mit Handgepäck zu reisen und digitale Bordkarten zu nutzen, um Check-in-Schalter und Gepäckaufgabe komplett zu umgehen. Empfohlen wird eine Ankunft am Flughafen zwei bis drei Stunden vor Abflug – ein noch früheres Erscheinen verschärft nach Angaben der Flughafenverantwortlichen lediglich die Überfüllung der Terminals. Für Unternehmen mit Reisenden von und nach Mallorca – etwa im Rahmen von Incentives, Kundenveranstaltungen oder Bleisure-Verlängerungen – ist der Standort an den genannten Terminen als operativ kritisch einzustufen.

Handlungsempfehlungen

Travel Manager sollten Buchungen über PMI an den Streiktagen 1., 4. und 8. August prüfen und wo möglich auf streikfreie Tage verlegen bzw. Reisende proaktiv über die Streikfenster informieren und Umbuchungsoptionen vorhalten.

Reisende sollten nur mit Handgepäck fliegen, digitale Bordkarten nutzen und Anschlusstermine großzügig puffern.

Event- und Incentive-Planer mit Gruppenanreisen sollten Transfers und Gepäcklogistik vorab mit den Leistungsträgern abstimmen.

Quelle: Daily Express

© Jörg Nubert & Wolfgang Koestner GbR, ›Geschäftsreise News‹, Foto: Pixabay/Ki-generiert/eigene Bilder. Hinweis: Bei der Recherche und Analyse dieses Beitrags wurde unterstützend AI eingesetzt. Die redaktionelle Verantwortung für den Inhalt liegt bei der Redaktion. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved. Eine Weiterverwendung durch Dritte ist ohne ausdrückliche Genehmigung der Redaktion nicht gestattet.

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