Arbeitgeber in Europa stehen vor wachsenden Herausforderungen, wenn es um die Fürsorgepflicht (Duty of Care) für ihre reisenden Mitarbeiter geht. Geopolitische Instabilität, steigende Transportkosten und wachsende Sicherheitsbedenken stören den Geschäftsreiseverkehr massiv.
Eine aktuelle Studie, die im Vorfeld der Business Travel Show Europe in London veröffentlicht wurde, zeigt, dass internationale Konflikte die Strategien für Geschäftsreisen grundlegend neu formen.
Für fast die Hälfte der befragten Corporate-Travel-Profis (47 Prozent) sind geopolitische Spannungen im Jahr 2026 die größte Sorge. Damit haben Sicherheitsbedenken die Kostensenkung zum ersten Mal seit Jahren als oberste Priorität abgelöst. Die Verantwortlichen berichten von Problemen durch Grenzinstabilitäten, gestrichene Flugrouten, steigende Treibstoffkosten und sich schnell ändernde Regierungspolitiken. Unternehmen kämpfen zunehmend damit, diese unvorhersehbaren Reisebedingungen zu managen und gleichzeitig die Sicherheit ihrer Teams zu gewährleisten.
Die Bedenken kommen zu einer Zeit, in der Fluggesellschaften in ganz Europa weiterhin mit Störungen konfrontiert sind, die mit Konflikten im Nahen Osten und explodierenden Treibstoffpreisen zusammenhängen. Dies führt zu Annullierungen, Umleitungen und deutlich höheren Flugpreisen. Die Kombination aus finanziellen Belastungen und erhöhten Risiken zwingt Unternehmen dazu, ihre Travel-Risk-Management-Programme auf den Prüfstand zu stellen und robuster zu gestalten.
Die Fürsorgepflicht umfasst heute weit mehr als nur die Buchung eines sicheren Hotels. Sie erfordert eine proaktive Risikoüberwachung, Echtzeit-Kommunikation mit den Reisenden und klare Notfallpläne. Travel Manager müssen in der Lage sein, Mitarbeiter bei Krisen sofort zu lokalisieren und zu unterstützen. Die Investition in moderne Technologien und Partnerschaften mit spezialisierten Sicherheitsdienstleistern wird daher für Unternehmen jeder Größe unerlässlich, um ihrer Duty of Care in einer zunehmend volatilen Welt gerecht zu werden.