Die erste digitale Entscheidung einer Geschäftsreise fällt oft erst nach der Landung: Roaming aktivieren, Hotel-WLAN nutzen oder eine lokale Verbindung organisieren. Genau darin sieht Holafly for Business eine Lücke im Reiseprozess. Nach Angaben des Unternehmens organisieren 53,4 Prozent der geplanten Geschäftsreisenden ihren Internetzugang selbst. Als mögliche Wege nennt die zugehörige Mitteilung Hotel- oder Flughafen-WLAN, selbst aktiviertes Roaming oder eine andere Verbindung nach Ankunft.
Holafly berichtet, dass Sicherheit für 41,7 Prozent aller Geschäftsreisenden die wichtigste Priorität bei der Verbindung ist. Wenn die Organisation die mobilen Daten bereitstellt, steigt dieser Wert in der Unternehmensbefragung auf 52 Prozent. Neben Sicherheit nennt die Mitteilung Kosten, Bedienungsfreundlichkeit, Netzabdeckung und Datenvolumen als konkurrierende Kriterien. Holafly bietet selbst eine Business-eSIM-Lösung an; die Zahlen stammen aus dem unternehmenseigenen „2026 Summer Travel & eSIM Report“. Angaben zu Stichprobengröße, Ländern, Feldzeit und Methodik enthält die Mitteilung nicht.
Die Aussagekraft der Prozentwerte ist damit begrenzt. Die operative Frage bleibt trotzdem relevant: Wer verantwortet die Verbindung zwischen Flugzeugtür und erstem Zugriff auf Unternehmenssysteme? Wenn Mitarbeitende den Zugang selbst organisieren, liegt dieser Moment oft außerhalb eines gesteuerten Travel-, IT- oder Security-Prozesses. Das ist nicht automatisch ein Sicherheitsvorfall. Es kann jedoch zu uneinheitlichen Verhaltensweisen, Supportaufwand und fehlender Transparenz über die tatsächlich genutzten Zugänge führen.
Für internationale Programme ist eine vorab festgelegte Konnektivitätsoption daher kein Komfortthema. Sie kann Bestandteil eines klaren Reise-Onboardings sein: Welche Verbindung steht bereit, wie wird sie aktiviert, wer hilft bei Problemen und welche Arbeitsschritte sind auf fremden Netzen zulässig? Eine eSIM ist nur eine mögliche Umsetzung. Entscheidend ist die gemeinsame Governance von Travel Management, IT und Corporate Security. Sie sollte den Reisealltag vereinfachen, nicht zusätzliche Hürden schaffen. Der Holafly-Beitrag belegt keine konkrete Risikoreduktion; er liefert aber einen aktuellen Anlass, die Verantwortung für den ersten digitalen Kontaktpunkt zu definieren.
Handlungsempfehlungen
- Ownership festlegen: Travel, IT und Security sollten verbindlich definieren, wer mobile Konnektivität für internationale Reisen beschafft, freigibt und unterstützt.
- Vorab aktivieren: Eine unternehmensgenehmigte Verbindung oder klare Roaming-Regel vor der Abreise bereitstellen, nicht erst nach der Landung.
- Reise-Onboarding ergänzen: Aktivierung, Supportkontakt, erlaubte Nutzung und Kostenregel in einer kurzen, mobil verfügbaren Anleitung bündeln.
Quelle: GlobeNewswire
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