Im Berichtszeitraum vom 15. bis 30. Juni 2026 finden weltweit mehrere Ereignisse statt, die mit erhöhten Sicherheitsrisiken für Reisende verbunden sein können. Hierzu zählen internationale Gipfeltreffen, politische Demonstrationen, gesellschaftliche Protestbewegungen sowie anhaltende Konflikt- und Krisenlagen. Solche Ereignisse können zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens, Verkehrsbehinderungen, verstärkten Sicherheitsmaßnahmen und in Einzelfällen auch zu gewaltsamen Ausschreitungen führen. Die nachfolgende Übersicht benennt Termine und Regionen, in denen mit einem erhöhten Risiko für Störungen oder sicherheitsrelevante Vorfälle gerechnet werden muss. Eine sorgfältige Reisevorbereitung und die Beachtung lokaler Behördenhinweise werden empfohlen.
| Termin/Zeitraum | Ort/Orte | Ereignis – Hinweise – Handlungsoptionen |
|---|---|---|
| 11.06.–19.07.2026 | Kanada, Mexiko, USA | Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026™ wird an 16 Orten ausgetragen. Kanada: Toronto, Vancouver. Mexiko: Mexiko-Stadt, Zapopan/Guadalajara, Guadalupe/Monterrey. USA: Atlanta, Foxborough/Boston, Arlington/Dallas, Houston, Kansas City, Inglewood/Los Angeles, Miami Gardens/Miami, East Rutherford/New Jersey-New York, Philadelphia, Santa Clara/San Francisco Bay Area, Seattle. Die größten Gefahren bestehen in Mexiko (insbesondere Region Guadalajara) durch organisierte Kriminalität, Erpressung/Entführungen, Schießereien (Drive-by-Shootings). 100.000 Sicherheitskräfte sollen in Mexiko die Spielorte schützen. Ansonsten werden überall erhöhte Vorsichtsmaßnahmen (z.B. gegen Taschendiebstahl) empfohlen. |
| 15.–17.06.2026 | Frankreich (Évian-les-Bains, Haute-Savoie) / Schweiz (Genf, Waadt, Wallis) | G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs. Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, Grenzkontrollen, Sperrungen und Demonstrationen angekündigt. Antiglobalisierungs-, Klima- und politische Protestgruppen mobilisieren. Mit Verkehrsbehinderungen, gewaltsamen Ausschreitungen einzelner Gruppen, Sachbeschädigungen sowie massiver Polizeipräsenz ist zu rechnen. Auch im Raum Genf sind erhebliche Einschränkungen zu erwarten. |
| 15.–17.06.2026 | Frankreich / Schweiz (Grenzraum Genfer See) | Begleitveranstaltungen und Protestaktionen zum G7-Gipfel. Aufgrund der historischen Erfahrungen mit früheren G8-/G7-Gipfeln rechnen Behörden mit erhöhtem Störpotenzial. Temporäre Grenzschließungen, Demonstrationsverbote in einzelnen Zonen sowie intensive Personen- und Fahrzeugkontrollen sind möglich. |
| 15.–30.06.2026 | USA (größere Städte) | Vor dem Hintergrund des laufenden Präsidentschaftszyklus, innenpolitischer Polarisierung sowie internationaler Krisen sind lokale Proteste und Gegenproteste verschiedener politischer Lager weiterhin möglich. Reisende sollten Demonstrationen meiden und lokale Sicherheitsmeldungen beachten. |
| 15.–30.06.2026 | Südkorea (Seoul) | Nach umstrittenen Kommunalwahlen und organisatorischen Problemen bei der Stimmabgabe dauern Proteste und Forderungen nach einer Wiederholung der Wahlen an. Weitere Kundgebungen im Großraum Seoul können nicht ausgeschlossen werden. Kurzfristige Demonstrationen mit Verkehrsbehinderungen sind möglich. |
| 16.06. | Südafrika | Gedenktag/Jahrestag des Beginns der Rassenunruhen in Soweto (1976), früherer Name: Soweto-Tag, Unruhen möglich. |
| 18.06.2026 | Belgien (Brüssel) | Treffen der NATO-Verteidigungsminister. Aufgrund des Ukraine-Krieges, der Lage im Nahen Osten und laufender Debatten über Verteidigungsausgaben besteht erhöhtes Protestpotenzial. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und Verkehrsbeeinträchtigungen sind wahrscheinlich. |
| 18.–19.06.2026 | Belgien (Brüssel) | Tagung des Europäischen Rates. Im Umfeld der EU-Institutionen sind regelmäßig Demonstrationen von Gewerkschaften, Landwirten, politischen Interessengruppen und Aktivisten möglich. Sicherheitszonen, Straßensperrungen und Zugangsbeschränkungen im Europaviertel sind angekündigt. |
| 19.06. | USA | Landesweiter Feiertag (»Juneteenth National Independence Day«) zur Erinnerung an das Ende der Sklaverei. Hintergrund: Emanzipationsproklamation zur Befreiung der Sklaven in Texas am 19.06.1865. |
| 24.–30.06.2026 | Türkei (Ankara) | Im Vorfeld des NATO-Gipfels Anfang Juli laufen umfangreiche Sicherheitsvorbereitungen an. Erfahrungsgemäß nehmen Protestaktivitäten von politischen Gruppierungen, Nationalisten, kurdischen Organisationen und regierungskritischen Akteuren in der Hauptstadt zu. Verstärkte Kontrollen und Verkehrseinschränkungen sind möglich. |
| 24.–30.06.2026 | Serbien (Belgrad) | Das Risiko regierungskritischer Demonstrationen und politischer Kundgebungen bleibt erhöht. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu kurzfristig angekündigten Massenprotesten mit Verkehrsblockaden und vereinzelten Zusammenstößen mit Sicherheitskräften. |
| 24.–30.06.2026 | Georgien (Tiflis) | Die innenpolitische Polarisierung zwischen Regierung und Opposition hält an. Spontane Demonstrationen vor Regierungsgebäuden und im Stadtzentrum können nicht ausgeschlossen werden. |
| 24.–30.06.2026 | Kenia (Nairobi) | Anhaltende soziale Spannungen aufgrund wirtschaftlicher Belastungen und politischer Auseinandersetzungen können zu kurzfristigen Demonstrationen führen. In Nairobi und anderen größeren Städten sind Verkehrsbehinderungen und lokale Ausschreitungen möglich. |
| 03.07. | Ägypten | Jahrestag des Sturzes von Präsident Mursi (das ägyptische Militär hatte am 03.07.2013 den frei gewählten islamistischen Präsidenten Mursi abgesetzt). Unruhen möglich. |
| 04.07. | USA | Independence Day/Unabhängigkeitstag (1776 Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung). |